Symptome und Behandlungsmethoden

Psychosomatische Erkrankungen – _

Hier findest du Nahrungsergänzungsmittel, um fit zu bleiben oder dich schneller zu erholen. Für PraxisKnochen-Leser zum Vorteilspreis. Nur hier!
#Anzeige

Psychosomatische Erkrankungen sind Erkrankungen, die sich nicht (vollständig) durch organische Befunde erklären lassen. Ihre Beschwerden können grundsätzlich jede Körperregion betreffen. Mit einer ganzheitlichen Therapie lassen sie sich oftmals in den Griff bekommen. Lesen Sie hier was Psychosomatik ist, welche psychosomatischen Erkrankungen es gibt und was man dagegen tun kann.

Was ist Psychosomatik?

Die Psychosomatik beschreibt die Wechselwirkungen von Körper (Soma) und Seele (Psyche). Beide Instanzen stehen in ständigem Austausch – vor allem über Nervensignale und Hormone – und beeinflussen sich gegenseitig. Alltägliche Beispiele dafür: Durchfall bei Prüfungsangst, Magenschmerzen durch Stress im Job, Herzrasen bei Verliebtheit. 

Problematisch wird die Verzahnung, wenn langanhaltende seelische und soziale Belastungen, Konflikte oder seelische Traumata eine psychosomatische Störung hervorrufen und so den Körper krank machen. Das funktioniert auch umgekehrt: Körperliche Symptome können die Psyche derart belasten, dass sie aus dem Gleichgewicht gerät.

In beiden Fällen kann sich eine Negativspirale entwickeln: Psychische und körperliche Beschwerden verstärken sich dann gegenseitig immer weiter.

Welche psychosomatischen Erkrankungen gibt es?

Als psychosomatische Erkrankungen bezeichnen Mediziner Krankheitsbilder, für die es keine (oder keine für die Schwere ausreichenden) organischen Befunde gibt. Die damit einhergehenden Beschwerden nennt man psychogene oder somatoforme Störungen

Daneben haben viele eindeutig körperlich begründete Erkrankungen erhebliche psychosomatische Anteile. Diese beeinflussen stark Entstehung und Verlauf der Krankheit. 

Beispiele für psychosomatische beziehungsweise psychosomatisch mitbedingte Erkrankungen sind:

  • Chronische Schmerzen: Sie beruhen oft auf psychosomatischen Mechanismen oder werden durch diese verstärkt. 
  • Herzneurose (Herzangst): Herzbeschwerden ohne organische Ursache wecken bei Betroffenen die Angst vor einem Herzinfarkt, was die Symptome verstärkt – ein Teufelskreis.
  • Essstörungen: Auch Essstörungen wie Magersucht, Bulimie und Binge-Eating sind Beispiele für psychosomatische Störungen.
  • Magengeschwüre: Sie entstehen meist aus der Kombination körperlicher (Infektion mit dem Magenkeim Helicobacter pylori) und seelischer Faktoren (häufiger Stress).
  • Reizdarm: Psychische Belastungen und Stress scheinen mögliche Auslöser oder Verstärker von Reizdarm-Symptomen zu sein, es werden aber auch körperliche Ursachen diskutiert.
  • Tinnitus: Stress verstärkt die lästigen Ohrgeräusche, die ihrerseits psychisch stark belastend sein können. Eine Sonderform ist der pulssynchrone Tinnitus – Betroffene nehmen den Puls im Ohr, also den Blutfluss durch Ohrgefäße wahr, besonders bei Stress.
  • Konversionsstörungen: Bei diesen psychosomatischen Erkrankungen entwickeln sich psychogene Lähmungen, Stimme oder Sehvermögen gehen verloren – ohne körperliche Ursache. Ebenso plötzlich, wie die Einschränkungen auftreten, können sie auch wieder verschwinden.

Die Liste psychosomatischer Erkrankungen sowie Erkrankungen mit psychosomatischen Anteilen ist noch viel länger. Es können alle Organe und Organsysteme betroffen sein, etwa Herz-Kreislauf-, Magen-Darm- und Immunsystem, Sinnesorgane und die Haut.

Liste psychosomatischer Erkrankungen auf NetDoktor

Psychosomatische Symptome

Psychosomatische Erkrankungen können alle Organsysteme betreffen und dabei ganz unterschiedliche Symptome verursachen. Die Liste der psychosomatischen Beschwerden ist daher lang. Häufig Beschwerden sind: 

  • psychosomatische Schmerzen (z.B. Beispiel Rücken-, Muskel-, Kopf-, Gelenk-, Bauchschmerzen)
  • funktionelle Störungen (Verdauungsbeschwerden, Schwindel, Herz- und Kreislaufprobleme)
  • psychogene Erschöpfung und Müdigkeit

Psychosomatische Schmerzen

Bei Rücken-, Kopf- und Bauchschmerzen lassen sich oft keine physiologischen Auslöser finden. Eine Ursache kann dann Stress sein: Er ruft schmerzhafte Muskelverspannungen hervor. Der Schmerz wiederum erzeugt weiteren Stress – ein Teufelskreis. Besonders häufig sind psychosomatisch (mitbedingte) Rückenschmerzen und psychosomatischer Kopfdruck oder Kopfschmerz. Kinder haben oftmals psychosomatische Bauchschmerzen.

Psychosomatische Verdauungsstörungen

Übelkeit und Völlegefühl, aber auch Bauchkrämpfe, Durchfall, Blähungen und Verstopfung sind weit verbreitete funktionelle Verdauungsbeschwerden. Die Verdauung reagiert sehr sensibel auf psychische Belastungen. Davon zeugen zahlreiche Redewendungen, zum Beispiel: jemandem schlägt etwas auf den Magen, oder man hat „Schiss“ vor etwas.

Der Grund für den stressempfindlichen Bauch: Der Darm besitzt ein weit verzweigtes, autonom arbeitendes Nervensystem. Er kommuniziert über Nervenfasern und Hormone direkt mit dem Gehirn. Bei Stress werden Verdauungstätigkeit und Appetit zugunsten von Funktionen, die für Flucht oder Angriff benötigt werden, herunterreguliert. 

Psychosomatischer Schwindel

Schwindel entsteht im Gleichgewichtsorgan des Innenohrs. Sogenannter psychogener Schwindel tritt aber unabhängig davon auf. Besonders häufig ist der sogenannte phobische Schwankschwindel oder Angstschwindel, der sich oft in psychisch stark belastenden Phasen entwickelt. 

Betroffene leiden unter Attacken von Stand- und Gangunsicherheit und stürzen schnell  . Das Phänomen tritt häufig in Situationen auf, die die Betroffenen verunsichern – weshalb sie sie möglichst meiden – etwa den Gang über eine Brücke, Flugreisen, aber auch soziale Situationen wie Restaurantbesuche oder Arbeitsmeetings.

Psychosomatische Herzbeschwerden

Bei körperlichen, aber auch seelischen Anforderungen steigt der Sauerstoffbedarf, und der Herzschlag erhöht sich. Durch Stress kann so psychosomatisches Herzrasen oder Herzstolpern auftreten. Das kann sehr beängstigend sein, ist kurzzeitig aber ungefährlich. Allerdings kann sich daraus eine spezielle Angststörung entwickeln, die Herzneurose. 

Auch der Blutdruck steigt bei Stress. Folge kann dann eine chronische Hypertonie sein, die das Herz und die übrigen Organe belastet.

Psychosomatischer Juckreiz

Von Hauterkrankungen über Allergien bis Diabetes: Juckreiz kann vielfältige körperliche Ursachen haben. Aber auch psychische Dysbalancen können Juckreiz erzeugen oder verstärken. Sogenannte psychogene Juckreizattacken treten bei Anspannung und Stress ebenso auf wie bei Langeweile. Sie können zudem Begleitsymptome einer psychischen Erkrankung wie einer Depression sein.

Psychogene Erschöpfung

Erschöpfung ist eine normale Reaktion auf geistige oder körperliche Überforderung. Von psychogener Erschöpfung spricht man, wenn diese ohne erkennbare Ursachen auftritt. Auch bei normaler Belastung fällt die Leistungsfähigkeit der Betroffenen stark ab. Die anschließende Erschöpfung steht nicht im Verhältnis zu der vorangegangenen Anstrengung. Hinzu kommt oft eine chronische Müdigkeit trotz ausreichender Schlafdauer. 

Psychosomatischer Harndrang

Auch die Blase wird vom vegetativen Nervensystem kontrolliert. Nervosität, Angst und andere seelische Belastungen lösen daher bei manchen Menschen das dringende Bedürfnis aus, auf die Toilette zu gehen, oder sie verlieren sogar Harn, bevor sie es dorthin schaffen. Mediziner sprechen dann von einer Dranginkontinenz. 

Psychosomatisches Fieber

Die Körpertemperatur wird vom Hypothalamus im Gehirn gesteuert. Bei manchen Menschen wird sie bei Stress nach oben reguliert. Die Folge ist eine erhöhte Körpertemperatur, die mitunter (wenn auch eher selten) auf fiebrige Temperaturen ansteigt (Erwachsene: ab 38 Grad Celsius, Kinder: ab 38,5 Grad Celsius).

Dieses somatogene Fieber spricht typischerweise schlecht auf gewöhnliche fiebersenkende Maßnahmen an. Besser helfen bei chronischen Verläufen angstlösende Medikamente.

Psychosomatische Ursachen

Psychosomatische Erkrankungen entwickeln sich auf Basis seelischer Mechanismen. Dabei kommuniziert das Gehirn über Botenstoffe, Nervenbahnen und Immunzellen mit dem übrigen Körper – und umgekehrt. 

Wichtig zu wissen ist, dass sich Betroffene die Beschwerden nicht eingebilden. Die Beschwerden gehen häufig, wenn auch nicht immer, mit messbaren körperlichen Veränderungen einher.

Seelische Belastungen können sich in Form körperlicher Beschwerden ausdrücken. Die körperlichen Symptome fungieren dann als Stellvertreter der seelischen Not – insbesondere, wenn diese ignoriert wird. Sie sollten dann als Alarmsignale ernst genommen werden.

Stress

Ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung psychosomatischer Erkrankungen ist Stress. Es werden dabei Hirnareale wie die Amygdala und der Hypothalamus aktiviert, und der Körper schüttet Hormone wie Adrenalin und Cortisol aus. Diese versetzen den Körper in Alarmbereitschaft.

So erhöht sich der Herzschlag, damit mehr sauerstoffreiches Blut zur Verfügung steht. Auch die Zahl der Killerzellen (Immunabwehrzellen) steigt drastisch. Gleichzeitig fährt der Körper in Akutsituationen unwichtigere Prozesse herunter. Dazu gehört unter anderem die Verdauung.

Chronischer Stress lähmt langfristig die Immunabwehr. Beispielsweise bindet Kortisol an die weißen Blutkörperchen und hemmt die Ausschüttung von Immunbotenstoffen. Menschen mit hoher Stressbelastung erkranken daher eher an Virusinfekten, ihre Wundheilung ist verlangsamt, die Zahl der Killerzellen reduziert.

Bei Stress steigt zudem die Muskelspannung, was Verspannungen hervorrufen kann. Diese können sich verhärten, Fehlhaltungen und so anhaltende Schmerzen auslösen.

Ängste und Depressionen

Ängste und Depressionen erhöhen die Wahrscheinlichkeit für psychosomatische Beschwerden. Sie behindern beispielsweise die Freisetzung schmerzhemmender Endorphine. 

Auch das bei Ängsten und Depressionen typische negative Denken wirkt sich oft fatal aus: Die Schmerzschwelle hängt nämlich stark von der inneren Einstellung ab. Schmerzreize werden also etwa bei ängstlicher oder negativer Einstellung eher wahrgenommen. Noch schlimmer wird es, wenn man “katastrophisiert” – also hinter allen Beschwerden eine schwere Erkrankung vermutet.

Chronifizierung und Schmerzgedächtnis

Schmerz entsteht im Gehirn. Ursprünglich rein körperliche Beschwerden können durch psychische Faktoren verstärkt und aufrechterhalten werden. Teilweise bestehen die Beschwerden dann weiter fort, obwohl die organische Quelle längst verschwunden ist.

Eine solche Abkoppelung von der ursprünglichen Ursache passiert auch beim sogenannten Schmerzgedächtnis. Ein Grund dafür ist die Neuroplastizität des Gehirns. Dabei weitet sich jenes Areal im Gehirn aus, das für die schmerzende Körperregion zuständig ist. Es wird also im Gehirn überrepräsentiert und erhält so mehr Aufmerksamkeit. Zudem spricht der Körper weniger gut auf die körpereigenen Schmerzhemmer (Opioide) an.

Bei der Chronifizierung spielt auch die innere Haltung eine entscheidende Rolle: Die Wahrscheinlichkeit für eine Chronifizierung von Schmerzen ist umso größer, je pessimistischer Betroffene bezüglich einer Besserung sind.

Frühkindliche Prägung

Wie sensibel und schnell ein Mensch auf seelische Belastungen reagiert, hängt auch mit der Prägung in der frühen Kindheit zusammen. Kindliche Traumata wie Vernachlässigung oder Gewalterfahrungen beeinflussen die Gehirnentwicklung und eichen die Körper-Seele-Achse fürs Leben. Schon bei Säuglingen findet man dann Veränderungen in der Schmerzreaktion des Zentralnervensystems: Körper und Geist geraten bei ihnen schneller in Alarmbereitschaft als bei Menschen mit behüteter Kindheit. Sie sind daher anfälliger für seelische und körperliche Erkrankungen. 

Genetische Faktoren

Manche Menschen scheinen empfindlicher als andere auf körperliche Beschwerden zu reagieren. Diese Unterschiede sind zum Teil vererbt. Eine Rolle spielen hier auch sogenannte epigenetische Faktoren: Welche Gene in welchem Umfang aktiv sind, hängt von prägenden Erfahrungen eines Menschen ab und wird in Teilen an die Nachkommen weitergegeben.

So haben erbliche Faktoren einen Anteil daran, wie hoch die Schmerzschwelle eines Menschen liegt oder wie sensibel sein Körper auf Reize reagiert. Aber auch, wie gut ein Mensch grundsätzlich mit seelischen Herausforderungen zurechtkommt und wie hoch dementsprechend seine Stressbelastung ist, ist nicht nur von Erfahrungen, sondern in Teilen auch genetisch geprägt.

Krankheitsgewinn

Ein körperliches Leiden bringt nicht nur Nachteile mit sich. Krankheit ermöglicht es den Betroffenen auch, sich beispielsweise aus einer belastenden beruflichen oder sozialen Situation zurückzuziehen. Oder die Person erfährt über ihr Leid willkommene Aufmerksamkeit und Zuwendung. Das bezeichnet den sogenannten Krankheitsgewinn.

Auch wenn Betreffenden dies gar nicht bewusst ist und schon gar nicht absichtsvoll geschieht, ziehen sie doch einen Gewinn aus der Erkrankung, was diese weiter aufrechterhält. In diesem Fall ist entscheidend, die Mechanismen zu erkennen und zu durchbrechen, um zu genesen.

Soziales Umfeld

Ein zu besorgtes und wohlmeinendes Umfeld ist nicht nur vorteilhaft. Wer seine leidenden Angehörigen zu stark zur Schonung ermuntert und zu sehr umsorgt, fördert, dass die Betroffenen in Passivität verharren.

Bewegung und aktive Teilnahme am sozialen und beruflichen Leben bewirken in den meisten Fällen aber, dass die Beschwerden sich schneller bessern und das Risiko für eine Chronifizierung sinkt.

Diagnose psychosomatischer Störungen

Für die Diagnose einer psychosomatischen Erkrankung reicht es nicht aus, dass man keine offensichtlichen körperlichen Ursachen der Beschwerden findet (Ausschlussdiagnose). Grundlage muss immer eine umfassende Untersuchung sein, die sowohl körperliche als auch seelische Auslöser miteinbezieht. Dazu gehören

  • eine umfassende Anamnese der aktuellen Krankengeschichte und der Vorerkrankungen
  • eine psychologische Diagnostik auf Basis von Gesprächen und Fragebögen
  • das Erfassen aktueller Belastungsfaktoren
  • die berufliche und familiäre Situation
  • eine ausführliche Untersuchung möglicher körperlicher Auslöser
  • die Berücksichtigung eingenommener Medikamente

Auf diese Weise lassen sich Zusammenhänge und Verhaltensmuster erkennen, die eine vorwiegend psychosomatische Ursache der Beschwerden wahrscheinlich machen, oder die zugrundeliegenden körperlichen Ursachen verstärken oder aufrechterhalten können.

Häufig wehren sich die Betroffenen zunächst gegen die Diagnose einer psychosomatischen Erkrankung oder somatoformen Krankheitsbeteiligung. Hilfreich ist dann, wenn Behandelnde sie darüber aufklären, dass psychisch verursachte Beschwerden nicht nur eingebildet sind und ebenso wie organisch bedingte Leiden ernst genommen werden müssen.

Vor allem sind psychosomatische Beschwerden auch kein Grund, sich zu schämen! Eine Kenntnis der dahinterstehenden Mechanismen ist für das Verständnis der Beschwerden und den Therapieerfolg entscheidend.

Psychosomatische Therapie

Eine psychosomatische Therapie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper und Seele miteinbezieht. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Identifizieren und Reduzieren von Stressauslösern, die bei der Entstehung psychosomatischer Erkrankungen eine zentrale Rolle spielen. 

Dazu erarbeiten die Therapeuten gemeinsam mit ihren Patientinnen und Patienten einen individuellen Behandlungsplan aus. Dieser setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen – von psychotherapeutischen Gesprächen über Gruppentherapie bis hin zu Körperübungen und mentalen Techniken zur Stressreduktion.

  • Psychotherapie: In therapeutischen Gesprächen lassen sich krankmachende Faktoren aufdecken, bearbeiten und lösen. Dazu zählen etwa ein überzogener Leistungsanspruch, der Wunsch nach Zuwendung und das Ausklinken aus einem überfordernden Berufs- oder Privatleben.
  • Medikamente: Symptome wie Schmerzen, Durchfall, Verstopfung oder Herzrasen lassen sich medikamentös behandeln. Hinzu kommen in manchen Fällen Antidepressiva, etwa bei chronischen Schmerzen oder wenn depressive Symptome eine psychosomatische Erkrankung begleiten.
  • Bewegungstherapie: Bewegung wirkt unmittelbar stressabbauend und stimmungsaufhellend. Schmerzpatienten profitieren zusätzlich, weil körperliche Aktivität Verspannungen und Fehlhaltungen entgegenwirkt.
  • Entspannungsverfahren: Techniken wie Autogenes Training, Meditation oder Progressive Muskelentspannung reduzieren akuten Stress und beugen Stressfolgen vor.
  • Kunsttherapie: Kunsttherapie wirkt über verschiedene Kanäle. Sie entspannt und bietet die Möglichkeit, über kreative Entfaltung Selbstbewusstsein aufzubauen. Kunsttherapie bietet aber auch die Chance, Unbewusstes an die Oberfläche zu holen und Unsagbares auf anderem Wege auszudrücken.
  • Biofeedback, Neurofeedback: Hier werden über am Körper befestigte Elektroden körperliche Reaktionen (z.B. Herzfrequenz, Hirnströme) in Bilddaten umgewandelt und auf einen Monitor übertragen. Darüber lernen die Patienten, diese eigentlich nicht dem Willen unterworfenen Körpervorgänge zu regulieren.
  • Feldenkrais: Feldenkrais ist eine Methode, mit der sich über sanfte aktive und passive Bewegungen ungünstige Bewegungsmuster und Fehlhaltungen korrigieren und harmonisieren lassen.
  • Gesunder Alltag: Ausgewogene Ernährung, positive soziale Kontakte und Aktivitäten, Work-life-Balance – alles Aspekte, die das körperliche und seelische Wohlbefinden stärken. Im Rahmen der psychosomatischen Therapie entwickeln die Patienten daher Strategien, um förderliche Situationen und Routinen in ihren Alltag zu übernehmen.

Autoren- & Quelleninformationen

Wissenschaftliche Standards:

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Autor:

Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für NetDoktor ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Quellen:

  • Böker, H. et al.: Psychosomatik heute – Psychosomatik in Klinik und Forschung, Hogrefe AG, 2019
  • Deister, D. et al.: Duale Reihe Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Georg Thieme Verlag, 7. Auflage, 2022
  • Rüegg, J.C.: Gehirn, Psyche und Körper – Neurobiologie von Psychosomatik und Psychotherapie, Schattauer, 5. Auflage, 2014

Medizinische Geräte und Verbandsmaterialien findest du hier zum Vorzugspreis.
#Anzeige

Source link